Gesellschaft / Kursdetails

211-O-046 Auch die Kleinen kommen groß raus: Ceres, Pallas, Vesta, Hygiea, Juno, Eunomia, Iris, Hebe und Astraea - die großen Planetoiden im Hauptgürtel - Was wissen wir heute 2021 über sie?

Beginn Mi., 03.03.2021, 19:30 - 21:30 Uhr
Kursgebühr 14,00 €
Dauer 1 x
Kursleitung Michael A. Rappenglück M.A.

Es ist 220 Jahre her, dass der Astronom und Theologe Giuseppe Piazzi in der sternklaren Neujahrsnacht 1801, den ersten Planetoiden Ceres entdeckte. Bis Mitte Juli 2020 sind über 900.000 dieser Himmelskörper bekannt, die auch in großen Teleskopen eher wie Sterne aussehen und daher ursprünglich als Asteroiden ("einem Stern ähnlich") bezeichnet wurden, aber genau wie Planeten unsere Sonne umrunden und deshalb angemessener mit dem Fachbegriff Planetoiden erfasst sind. Die meisten dieser Objekte haben Durchmesser unter 100 km. Sie sammeln sich im Asteroidengürtel (auch als Planetoidengürtel oder Hauptgürtel bezeichnet), im Kuiper-Gürtel. Im Asteroidengürtel sind (1) Ceres (975 km Durchmesser), (2) Pallas (582 km × 556 km × 500 km), (4) Vesta (573 × 557 × 446 km), (10) Hygiea (500 × 385 × 350 km), (3) Juno (320 km × 267 km × 200 km), (15) Eunomia (231,689 ± 2,234 km), (7) Iris (199,83 ±10 km), (6) Hebe (195 km) und (5) Astraea (117 km) die größten Planetoiden. Von Juli 2011 bis September 2012 befand sich die Raumsonde Dawn (Start 2007) im Orbit um (4) Vesta und flog dann zum Zwergplaneten Ceres, in dessen Orbit sie sich seit 2015 (ab 1.11.2018 deaktiviert) befindet. Die Raumsonde fand Erstaunliches: auf Ceres gibt es Jahreszeiten, Impaktkrater, Eisvulkane (Kryovulkane), Erdrutsche, Salzablagerungen (Natriumcarbonat mit kleinen Anteilen von Silikaten, Ammoniumkarbonat oder -chlorid), Kohlenstoffverbindungen, Wassereis und einem Salzwasserozean ca. 40 km unter der Oberfläche, der etwa das Fünffache des auf der Erde vorhandenen Süßwassers enthält. (4) Vesta ähnelt einem terrestrischen Planeten und zeigt die Spuren gewaltiger Einschläge (Impakte). Sie besitzt einen der höchsten Berge auf im Planetensystem und zeigt einen großen Grabenbruch. Ihre Oberfläche ist durchwegs durch Basalte geprägt. Wie sehen die Oberflächen dieser größten Planetoiden und Zwergplaneten im Hauptgürtel aus? Wie sind sie aufgebaut? Wie entstanden sie? Welche Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten gibt es zwischen diesem Zwergplaneten und anderen kleinen Himmelskörpern im Planetoidengürtel und im äußeren Planetensystem (zum Beispiel dem Kuiper-Gürtel)?

Dieser Abend wird über das Programm Microsoft Teams durchgeführt. Dafür müssen Sie das Programm bzw. die App auf Ihr Gerät installieren. Wichtig ist, dass Ihr Lautsprecher und Ihr Mikrofon funktionieren. Eine funktionierende Kamera wäre wünschenswert. Wir melden uns bei Ihnen, sollte der Kurs zustande kommen und versorgen Sie mit Zugangsdaten und einer Anleitung. Sie müssen vorher nichts unternehmen.




Zu diesem Kurs sind keine Orte verfügbar.

Termine

Datum
03.03.2021
Uhrzeit
19:30 - 21:30 Uhr
Ort
von zu Hause live im Internet teilnehmen